31. Januar 2017

Die alte Schrift ist entziffert

Unser Jubiläumsmotto heisst ja «Raiffeisen bewegt…». Doch jetzt hat man uns bewegt: Vier Freiwillige haben sich auf unseren Aufruf gemeldet und die alte deutsche Schrift im Geschäftsbericht von 1917 übersetzt. Dank ihnen wissen wir jetzt, was unsere Kollegen vor 100 Jahren beschäftigt hat. Das möchten wir Ihnen natürlich nicht vorenthalten. 

Die vier Freiwilligen haben unseren Genossenschaftsgedanken versinnbildlicht und mit ihrem Einsatz gezeigt, dass gemeinsam viel bewirkt werden kann. Trotzdem betrachten wir ihren Aufwand nicht als selbstverständlich, deshalb erhalten sie ein kleines Dankeschön. 

Wer weiss, vielleicht wird der Geschäftsbericht von 2017 in hundert Jahren auch einen Übersetzer brauchen. Aber das werden wir wohl nie erfahren.

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen des ersten Geschäftsberichtes der Raiffeisenbank Rorschacherberg-Thal.

 

Darlehenskassa Rorschacherberg
Geschäfts-Bericht
pro Rechnungsjahr 1917 


Werte Kassagenossen!

Zum ersten Male erstatten wir Ihnen hiermit Rechnung und Bericht über das abgelaufene 1. Geschäftsjahr.
        Es war nahezu ein kühnes Wagnis, mitten in der furchtbaren Kriegszeit in unserer Gemeinde eine Raiffeisenkasse ins Leben zu rufen. Wer sollte denn auch in der Zeit so grosser Teuerung, bei kargem Verdienst und den fortwährenden Grenzbesetzungen noch Geld erübrigen und auf eine Bank tragen können! Und wer sollte allenfalls seinen sauer verdienten und mühsam ersparten Batzen gleich einem neugebackenen Institut anvertrauen, in einer Zeit so grosser Rätsel und Ängstlichkeiten um die Zukunft? Diese und andere Bedenken mochten denn auch Schuld gewesen sein, dass der Einladung zur Gründungsversammlung vom 11. III. 17 verhältnismässig wenig Einwohner Folge leisteten und auch von den Anwesenden sich nicht alle zum Beitritt entschliessen konnten.

       Wohl keiner der 29 Mitbegründer hätte sich aber wohl träumen lassen, dass die Kasse gleich im 1. Jahr schon so florieren würde. Allerdings haben hiebei auch wieder ausserordentliche Verhältnisse mitgespielt. So war es in 1. Linie die ungemein gute Obsternte unserer Gemeinde, welche es den Landwirten ermöglichte der Kassa ansehnliche Beiträge zufliessen zu lassen, wenn auch unzweifelhaft der grössere Teil des Herbstsegens in altgewohnter Weise weiter bergab an die Gestade des Sees floss. Wir können es selbstverständlich den Betreffenden verargen, wenn sie nicht auf einmal all ihren Geldverkehr bei unserer Kasse unterhalten und mit ihrem bisherigen Geldinstitute „brechen“, hoffen aber, dass dies nach und nach geschehe und unsere „Bank“ in Geldgeschäften vor auswärtigen Banken den Vorzug erhalte, um somehr, als wir in unserer Gemeinde wirklich Gelegenheit haben, überschüssiges Geld an Mann zu bringen. Aber da gibt es mancherorts noch ein Hindernis zu überwinden und das heisst Misstrauen. Dasselbe kann bestehen in der Furcht, ob die Kasse denn auch genügend Sicherheit für die Einlagen bieten könne, oder in der Furcht, die Guthaben bei der Kasse werden der Steuerkommission bekannt und dann müsste man mehr Steuern bezahlen. Beide Befürchtungen sind grundlos. 

       Die Sicherheit ist bei der D. Kasse so gut wie bei jeder andern Bank. Denn einmal werden die Anlagen nicht von einer Person (Präsident oder Kassier) bewilligt, sondern vom gesamten Vorstand erst wohlerwogen, nur an Mitglieder- die im Vereinsbezirk wohnen müssen- und nur gegen genügende Sicherstellung (Hypotheken, Faustpfand, Bürgschaft, oder Sicherpfändung) gewährt. Blankokredite werden nicht gemacht und Spekulationen sind daher ausgeschlossen. Zu dieser Sicherheit der Anlagen kommt als weitere Deckung der Einleger noch die Solidarhaft der Mitglieder, deren Steuerkapital Ende 1917 Fr. 590 100.- beträgt, was dem Aktienkapital einer  ansehnlichen Bank gleichkommt.

       Auch die Befürchtung des „Auskommens“ und der „Mehrbesteuerung“ sind nicht stichhaltig. Wo können die Kassageschäfte ruhiger abgewickelt werden: im Kassazimmer der D.K. unter 4 Augen oder am Schalter der Grossbank in Anwesenheit von Leuten, denen man lieber  keine Einsicht in seine Bankgeschäfte gewähren würde?. Aber die Kontrolle von Vorstand und Aufsichtsrat? Wohl haben diese Organe die Eintragungen in die Bücher periodisch zu prüfen, doch geschieht diese Arbeit- wie die betr. Miglieder bezeugen können- ohne irgendwelche Namensnennung, und derart, dass kein Mitglied sich irgendwelche Notizen machen, noch sich überhaupt das Guthaben eines Einlegers merken könnte. Ueberdies fassen alle Verwaltungsorgane ihr Amt ernst auf und wissen, dass strengste Verschwiegenheit in allen innern und persönlichen Angelegenheit Ehrensache und eines der wichtigsten Lebenselemente der Kasse ist. 

       Dass die Kasse schon von Anfang an sich aber des Zutrauens eines Teiles unserer Einwohnerschaft erfreuen konnte, beweist wohl am besten der Umstand, dass in der Zeit vom 1. Mai bis 31. Dez. ein Umsatz von Fr. 618 990. 30 cts. erreicht wurde, wovon auf den Verkehr mit der Zentralkasse, dem Schweiz. R.Verband Fr. 265 098.  90cts entfallen. Das Tagebuch der Darl.K. weist 328 Geschäftsfälle auf, dasjenige der Sparkasse deren 69. 

      Auf Obligationen wurden im Rechnungsjahr eingelegt Fr. 13 176.   05 cts. incl. zugeschr. Zinse. Die meisten Einlagen auf Obl. wurden auf den Namen lautend ausgestellt; es können selbstverständlich aber auch Inhaber Obl. bezogen werden. Die Obl. Zinse sind wie alle übrigen Zinse am 31. Dez. fällig. Dieselben werden bei Nichtbezug zwar zugeschrieben, jedoch nicht weiter verzinst, weshalb die Einlösung der Coupons im persönlichen Interesse nicht jahrelang unterbleiben soll, da die Obl.-Einlagen das wichtigste Betriebskapital, der eigentliche Grundstock der Kasse sind, möchten wir die bezügl. Einlagen bestens empfehlen und hoffen, dass sich jedes Mitglied – natürl. auch die Nichtmitglieder bald einen ganzen Stoss dieser schönen Wertpapiere anlege. 

       Die Sparkassa erzeigt an Einlagen Fr 16700' 25 cts nebst Fr 191' 60 cts Zins. Zurückbezogen wurden Fr 100.- so dass sich das Guthaben der Sparkassa Gläubig. auf Ende 1917 auf Fr 16792' 15 cts beziffert. In diese Summe teilen sich 33 Einleger. Wir nehmen ohne weiteres an, dass diese kl. Zahl nicht alle Sparer unserer Gemeinde umfasse, sonst wären ja die übrigen 2000 + x Einwohner lauter gleichgültige erschwender od. arme Kirchenmäuse. Wir wollen zwar nicht behaupten, dass die gegenwärtigen Zeiten geeignet seien, grosse Ersparnisse anzulegen, aber manchen Leuten hat der Krieg mit der immer fortschreitenden Teurung die Augen geöffnet und sie sparen gelehrt hätten doch viele diese Kunst früher gelernt, dann würden wir auch heute noch weniger nach Notunterstützung und billigen Lebensmitteln etc. schreien hören. Das Sparen will und soll aber von Jugend auf geübt werden, der herangewachsene Sohn, die verdienende Tochter lernen es nicht mehr recht,sie wollen lieber das flotte Herrlein und das gehätschelte Fräulein spielen und haben sich einmal Mode-, Genuss- und Vergnügungssucht ihrer bemächtigt, haben sie für alles Geld – nur nicht für eine Sparkasse. Wir müssen deshalb darnach trachten, dass sich die Zahl der Spareinleger bald in die Hunderte vermehre, und möchten jedem Familienvater empfehlen, seinen Kindern ein Sparheft anzuschaffen, wenn auch mit einer bescheidenen, ersten Einlage, sie recht zum Sparen anzuhalten und ihnen auch so oft als möglich selbst einen Sparpfennig zukommen zu lassen. Sehen die Kinder, wie sich die Summe durch Neueinlagen und Zinszuwachs vermehrt, bemächtigt sich ihrer bald eine so grosse Freude am Sparen, dass sie gerne auf manche Lustbarkeit verzichten, um dafür die Batzen auf die Kasse tragen zu können. 

       Die Mitgliederzahl hat sich bis Ende des Rechnungsjahres von 29 auf 59 erhöht, wovon der grösste Teil den statutarisch festgesetzten Anteilschein von Fr 100.- bereits voll einbezahlte, was hauptsächlich den eifrigen Bemühungen unseres Kassiers zu verdanken ist. Da die ratenweise Einzahlung von vierteljährlich Fr 5.- nicht nur leicht vergessen wird, sondern auch eine bedeutende Mehrarbeit verursacht, wäre es sehr angenehm, wenn auch in Zukunft der Anteilschein entweder auf einmal od. wenigstens in grösseren Raten einbezahlt würde. Bis zum Neujahr waren wenigstens Fr. 30.- einzubezahlen, weshalb die noch im Rückstand befindlichen Mitglieder ersucht werden, ihren Verpflichtungen nachzukommen.

       Ausser den Einlegern hat die Kassa im Berichtsjahr auch schon Schuldner erhalten, indem bereits Fr 92'712' 85 cts Darlehen gewährt wurden. Nach Abzug v. Fr 10270.- Rückzahlungen verbleibt ein Saldo v. Darlehen im Betrage v. Fr 82442' 85 cts, welche sich auf 16 Posten verteilen und zwar: Fr 12425.- auf Hypotheken, Fr 9776' 80 cts auf Faustpfand, Fr 3400.- auf Bürgschaft, Fr 5314' 30 cts auf Viehverpfändungen und Fr 51526' 75 an Gemeinde und öffentl. Korporationen. Es war uns nicht möglich, allen Darlehensgesuchen zu entsprechen, da sie entweder nicht die nötige Sicherheit boten od. nicht genügend Geld in der Kassa lag. Um der neugegründeten Genossenschaft “Agraria” mit einem grössern Darlehen dienen zu können, mussten wir die Verbandskasse in Anspruch nehmen, die uns vorübergehend Fr 50000.- vorscho. Statutengemäss sind die Darlehen amortisationsweise zu tilgen. Wir überlassen soweit immer möglich, die Festsetzung der Höhe der jährlichen Amortisationsquote dem Schuldner und sind mitbescheidenen Abtragungen zufrieden, halten dann aber daran fest, dass dieselben unbedingt und pünktlich eingehalten werden. 
       Natürlich müssen wir auch auf exakte Zinsgestaltung dringen u. dies umsomehr, als der Zinstag für sämtl. Schuldner, der 31. Dez., mit dem Schlusse des Rechnungsjahres zusammenfällt und alsbald die Bücher abgeschlossen u. die Rechnung erstellt werden müssen. 

Den Löwenanteil am Umsatz hat der Conto-Corrent zu den verzeichnen mit Fr. 262‘042 Einlagen u. Fr. 204‘440.60 Auszahlungen. Die Kassa schuldet ihren CC. Gläubigern auf Jahresschluss Fr. 93‘081’45 cts, während sie an 2 CC-Schuldnern Fr. 35‘480’05 cts zu gut hat.
Wir möchten unsern Mitgliedern den CC-Verkehr ganz besonders empfehlen u. zwar aus mehrfachen Gründen. Ist auch nicht jedermann in der Lage, Geld für längere Zeit in Sparkassa od. auf Obligationen fest anzulegen, so hat doch fast jedermann, zumal der Landwirt, des öfteren flüssiges Geld zu Hause u. hei u. da grössere Einnahmen. Was nützt nun diese Barschaft daheim in Sekretär, im Kleiderkasten od. zwischen den Matratzen? Ist es nicht viel vernünftiger, dasselbe auf die Kasse zu tragen u. zwar auf unsere Darlehenskasse. Doch da gibt’s Ausreden! Bald ist Zinstag, da braucht man’s wieder; oder man muss zu Markt um dies zu kaufen, od. man hat dies u. jenes zu bezahlen. Könnte dir aber nicht bis zu jenem Zeitpunkt ein Dieb ins Haus schleichen u. den Geldschatz stehlen, od. eine Feuersbrunst denselben verzehren? Würde dann das Jammern etwas nützen? Wie wohl aber wäre das Geld verwahrt im feuer- u. diebessicheren Kassaschrank der D. Kassa! Dazu gibt’s erst noch Zins! 864’15 Fr. sind im Berichtsjahr den CC. Einlegern an Zins gutgeschrieben worden, gewiss ein schönes Sümmchen, nicht wahr?

Und wenn man sein Geld wieder braucht, steht es jederzeit zur Verfügung, nur muss man dasselbe statt im Sekretär aus dem Kassazimmer holen. Dort aber bleibt mancher Franken liegen, der daheim in andere Hände übergehen würde. Der Kassa aber wäre mit diesen Einlagen – wenn sie auch nur kürzerer Zeit dort liegen bleiben – sehr gedient; sie könnte damit wieder anderen aushelfen u. dabei im Interesse aller Mitglieder etwas verdienen. Dass aber bei den CC. Einlagen vor allem unsere D.Kasse u. nur diese berücksichtigt werden soll, möge noch folgende Überlegung dartun:

Die grossen Banken in Rorschach u. andern Orten vergüten für CC.Einlagen noch 3.5% berechnen halbjährlich 0.125% Provision u. belasten den Kontoinhaber noch mit div. Spesen, oder sie vergüten oft bloss 3% netto. Die D.Kassa dagegen bezahlt ihren CC.Einlegern 4% Zins u. berechnet jährlich nur 0.125% Provision. Das macht bei dem Saldo v. Fr. 93‘081’45 im CC auf 1 Jahr  gerechnet eine Differenz v. 0.5% = Fr. 465.- nebst 0.125% Proivison = Fr. 116’30 cts zusammen. Fr. 581.-, welche Summe den Conto Corrent Gläubigern also in einem einzigen Jahre von der Darlehenskassa mehr zugeschrieben würde, also wenn sie ihr Geld auf eine auswärtige Grossbank tragen. Vielleicht tun diese Zahlen dem eint‘ und anderen die Augen derart auf, dass er seine Gelder nicht mehr nach Rorschach trägt. Einträchtiges Zusammenwirken könnte diesbezüglich bald schöne Früchte zeitigen.

Wie aus der Gewinn- und Verlust Rechnung ersichtlich ist, vereinnahmten wir Fr. 2174.95 cts. wogegen von Zinsen Fr. 1336.65 cts. verausgabt wurden, so dass uns ein Brutto Gewinn von Fr. 838.30 cts. verbleibt. Hiervon kommen in Abzug die Gründungskosten, Spesen,  Drucksachen etc. mit Fr. 963.30 cts. weg Fr. 431.-  Inventarwert und Guthaben = Fr. 532.30 nebst Fr. 200.- Kassiergehalt total Fr. 732.30 cts., so dass sich der Reingewinn auf Fr. 106.- beziffert, der nun unsere erste Reserve bilden. Wir dürfen mit dem Resultat sehr wohl zufrieden sein, wenn wir berücksichtigen, dass die namhaften Ausgaben für Bücher und Drucksachen etc. bereits im 1. Jahre ganz gedeckt wurden und überdies noch ein Reingewinn verbleibt. Auf grosse Gewinne haben es die Darlehenskassa sowieso nicht abgesehen, da sie nach dem Grundsatze handeln: Auf der einen Seite möglichst viel geben, auf der anderen möglichst wenig nehmen. 

Auch die Bilanz, das Barometer der Bank steht auf „gut Wetter“ in dem sie bereits im 1. Anlauf die Fr. 100‘000.- übersteigt und schon die Höhe von Fr. 128‘295.65 cts. erreicht hat.

Möge sich die Bilanzsumme jedes Jahr in dieser Weite vormehren, dann stets gut um unsere Kassa.

In bescheidenem Rahmen haben wir auch den Warenverkehr eingeführt, in dem wir 1000 Kg Kalisalz und 1 Wagen Ballenstroh mit 5684 Kg an unsere Mitglieder abgaben. Andere Produkte waren nicht erhältlich: am Absatz hätte es wohl nicht gefehlt. Wir werden natürlich suchen, sobald wie möglich den Warenverkehr zu fördern und unseren Gemeindeeinwohnern die benötigten Bedarfsartikel zu möglichst vorteilhaften Bedingungen vermitteln zu können. Aus obigen Manipulationen resultierte ein Reingewinn von FR. 21.75 cts. Welchen wir als Handelsreservefond in Conto Corrent legten und der im verzeichneten Gewinn von Fr. 106.—nicht inbegriffen ist. Wir hoffen, durch diese Ausscheidung in Laufe der Zeit zu einer nennenswerte, stillen Reserve zu gelangen, die uns über ev. Handelsverluste hinweghelfen und zur raschern Erstarkung der Kassa beitragen würde.

Erwähnen müssen wir noch, dass wir lt. § 2 der Statuten den Handel nur gegen Barzahlung oder Sicherstellung betreiben dürfen. Da wir die Ware selbst auch entweder im Voraus oder spätestens innert 8 Tagen nach Empfang bezahlen müssen, haben wir natürlich dasselbe auch von unseren Abnehmern zu verlangen. Wir werden deshalb je nach Abgabe des Artikels Ware nur gegen bar verabfolgen oder wir ev. Einen Zinszuschlag von 5% berechnen und Beträge, die nach 30 Tagen noch ausstehen per Mandat einziehen, hoffend, dass diese Geschäftspraxis das nötige Verständnis findet und weder zu Missdeutung noch (Schwierigkeiten) Unannehmlichkeiten führt.

Werte Kassengenossen.

Wir sind am Schlusse unserer Berichterstattung angelangt. In Anbetracht der vielen neuen Mitglieder musste dieselbe etwas ausführlicher gehalten werden. Wir geben der Hoffnung Ausdruck, dass die 1. Rechnungsablage Sie davon überzeugt, dass unsere Kassa existenzberechtigt und existenzfähig ist, dass Sie derselbe in Zukunft noch in vermehrtem Masse Ihre Unterstützung schenken werden. Werben Sie bei Ihren Nachbaren und Freunden nach neuen Mitgliedern, neuen Einlegern. Was Ihr tut, kommt Euerer Kasse zu gut und Ihr werdet schon nach wenigen Jahren stolz sein auf dieses Institut.

Leider fehlt an der heutigen Generalversammlung unser verehrte Kassier, Herr. C. Buob. Ein heimtückisches, schweres Leiden hat ihn vor längerer Zeit befallen und ihn seiner Kräfte nahezu beraubt. Trotzdem besorgt er auch in seinen kranken Tagen noch die Kassageschäfte. Herr Buob hat sich mit viel Fleiss in sein neues Amt eingearbeitet dasselbe stets mit grösster Gewissenhaftigkeit ausgeübt und sich unser vollstes Vertrauen erworben.

Möge der einziehende Frühling, die wärmende Sonne ihm bald die erhoffte Gesundheit schenken. Mit diesem Wunsche schliessen wir und hoffen, dass unsere Kasse weiterhin erstarke, blühe und gedeihe. 

Der Präsident

K. Federer

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